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Systemtheorie in einem Bild

Ich bin von dieser Grafik tendenziell hin und weg. Dargestellt wird nicht, wie gerne vermutet, das Potenzial eines Systems, sondern die Relation zwischen einem stabilen System und seinen äußeren Möglichkeiten. Das hat etwas vom Kern der Wahrheit, zu dessen Erlangung wir Möglichkeiten ausschließen.

Nutzen wir unsere Möglichkeiten komplett aus, destabilisieren wir das Gesamtkonstrukt. Es entsteht kein konsistentes Ganzes. Das Streben nach mehr, dem Menschen nicht ganz unbekannt, ist demnach das desstabiliserende Element jeder Gesellschaft. In der Demokratietheorie ist das mE insofern wichtig, als dass wir in den direkt befriedeten Gesellschaften (post-heroisch) den Strukturen aufbrechenden Effekt des Krieges (Filzbeseitigung) vermissen. Es bedarf dementsprechend eines anderen (zerstörerischen) Faktors innerhalb der Gesellschaft.

Finanzkrisen?

Nachrichten sind unwichtig

Seit ich dieses iPhone habe, begleitet mich ein Breaking-News-Dienstleister nach dem anderen. Momentan ist es die Tagesschau-App. Die habe ich genommen, weil sie nicht sonderlich inflationär ist. Und, weil sie immer zu spät breaken. Das Ding ist also gemütlich.

Seit ich dieses gemütliche Newszeugs habe, fällt mir vermehrt auf, dass selbst diese Form des Nachrichtenkonsums vollkommen schwachsinnig ist.

Eben kam beispielsweise der Hinweis, das Sarkozy wieder für die französische Präsidentschaft kandidiert. Das weiß ich seit Monaten. Zuvor kam der Hinweis, dass am Frankfurter Flughafen gestreikt werden wird. Juckt mich nicht die Bohne.

Letzteres würde mich vielleicht interessieren, wenn ich Abends gemütlich in den Nachrichten oder auf einem Videoportal die deprimierten Wartegesichter der Betroffenen sehen könnte. Schadenfreude halt.

Aber so richtig informiert, bin ich durch diesen Krimskrams nicht. Selbst zum Smalltalk taugt das nur bedingt. Oh Sarkozy.. macht die Merkel nicht schon längst Wahlkampf für den?

Eben.

Griechenland: Assimiliert Euch!

Mittlerweile dürfte jeder um ihn wissen, den „Moral Hazard-Effekt“.

Wir kennen seine Anwendung in der öffentlichen Diskussion eigentlich nur in Bezug auf Banken oder sonstige Formen von anlegenden Kapitalmarktteilnehmern. Da heißt es dann wie folgt: „Hedgefonds spekulieren auf die Rettung Griechenlands, weil die EU die Griechen ohnehin retten wird.“

Darin sind sich auch alle einig, denn die Aufgabe von Hedgefonds ist es, mal aus biologischer Sicht, durch parasitäres Verhalten die Schwachstellen im Gesellschaftssystem aufzudecken. Eigentlich, damit die Gesellschaft darauf reagieren, also reparieren, kann und sich dadurch verbessert. Klappt nicht immer, aber das ist ein anderes Thema.

Als ich heute Morgen im dradio die Presseschau hörte, befiel mich in Sachen Griechenland jedoch ein ganz anderer Eindruck und warf damit die Frage auf: „Was müsste eine Euro-Zone tun, damit ein durch die eigene Regierung ausgehöhltes Land zwar gerettet und gesunden kann?“

Das Problem in Griechenland ist dergestalt, dass es zwar ein Haufen Staatsangestellte gibt, diese aber nicht sonderlich effizient Arbeiten. Bestechlich sind sie obendrein. Das zieht sich von unten nach ganz oben durch, es ist dementsprechend ein gesellschaftliches Phänomen. Bestechlichkeit heißt immer auch einen möglichst hohen Grad an Bereicherung einer Einzelperson zulasten der Allgemeinheit. Da werden Steuern nicht eingetrieben, die Kirche bemächtigt sich lukrativer Grundstücke und der Arzt behandelt in angemessener Schnelligkeit nur gegen Extra-Cash. Das und noch viel mehr passierte und passiert in Griechenland.

Nüchtern betrachtet würde eine simple Rettungsaktion dieses System nicht verändern. Alle könnten weiter machen wir bisher. Auch der Staatsbankrott würde dieses System nicht verändern, denn durch den Schuldenerlass könnte es einfach einen Reset durchführen und von vorne Beginnen. Die Historie darf an dieser Stelle durchaus als Beweis herhalten.

Der Moral Hazard-Effekt gilt ebenso für Staaten, nicht nur für vermeintliche Spekulanten. Wobei an dieser Stelle der Staat durchaus ein Spekulant ist, mit dem Geld seiner Geldgeber und der Zukunft seiner Bevölkerung.

Dennoch möchte die anderen Mitglieder der Euro-Zone, dass sich in Griechenland Dinge ändern. Merkel deutete es vor einigen Monaten bereits an, dass die Rettungsmaßnahmen gut waren, weil dadurch der Druck zu Veränderungen in Griechenland entstand. Änderungen, die aber nicht ausreichten um, das ist der Punkt, Griechenland auf Dauer mit der Euro-Zone kompatibel zu gestalten.

Wer diese Änderungen erreichen möchte, muss eine Höhe des Schmerzes erzeugen, der die Gesellschaft zu einem Kulturwandel regelrecht zwingt.

Es darf an dieser Stelle gerätselt werden, ob man der europäischen Politik solch Cleverness zutraut oder dies nur ein Nebenprodukt der Dämlichkeit von Rettungsgelüsten ist.

Piraten: Diskriminierung als Lifestyle

Kennt ihr diese Menschen, die empört vorm Fernseher sitzen und jeden Satz bei Jauch mit „Idioten“ kommentieren? So einer bin ich. Nicht. Ich sitze vor diesem Internet, schaue da rein und „Idioten“ ist noch das netteste Wort, welches mir heute einfällt.

Der Auslöser: Einstellung eines Bundespressesprechers bei der Piratenpartei

Widmen wir uns den Eckdaten:

  • Gefion wird vorschlagen / den Antrag stellen, deswegen ist es noch nicht die Piratenpartei, die da sucht. Das wird sie erst sein, wenn der Antrag auf der nächsten Vorstandssitzung angenommen wird.
  • Gefion sucht einen Pressesprecher.
  • Gefion sucht keine Pressesprecherin.
  • Gefion wird vorschlagen, diese Stelle mit 20 h wöchentlich auszuschreiben.
  • Gefion wird vorschlagen, ein Gehalt von 800 Euro brutto zu bezahlen.
  • Gefion scheint sich dessen bewusst, dass die 20 h nicht einzuhalten sein werden und eher das doppelte anfallen wird.
  • Gefion sucht einen Pressesprecher, der keinen normalen Job hat.

Wow. Das kann man echt mal ne Weile sacken lassen.

Da die Piratenpartei „postgender“ ist, sehe ich keinen Grund dafür explizit nach einem Pressesprecher zu suchen. Aber das wird sich ja vielleicht noch ändern.

Ungeachtet dessen sollten sich die Verantwortlichen die Frage stellen, ob die Ausschreibung einer Stelle mit 20 h Arbeitszeit und einer Bezahlung von 800 Euro brutto, bei der schon jetzt klar ist, dass diese Arbeitszeit nie im Leben eingehalten werden kann, nicht als sittenwidrig gelten könnte. Ich würde mich zumindest so fühlen, wenn ich solch eine Stelle ausschreiben müsste.

Und da berühren wir einen Punkt, den sich eine Partei meiner Meinung nach nicht leisten kann. Die Ausbeutung ihrer Mitarbeiter. Ich beklagte es bereits an anderer Stelle. Politisch agierendes Personal wird bei den Piraten nicht nur nicht bezahlt, sondern es herrscht auch eine Kostenloskultur namens Ehrenamt.

Aber was soll es uns kümmern, wenn Afelia gesundheitliche Probleme hat und ihr Psychologiestudium um praktische Erfahrungen im Ausleben des Stockholmsyndroms erweitert? Die Partei, die Partei.. Das wussten schon die Kommunisten. Es kümmert mich als gieriges Parteimitglied natürlich nicht. Macht euch alle tot, es kommen eh genug nach.

Es interessiert mich allerdings als Wähler. Ich will nicht von minderbezahlten Dilettanten regiert werden, die sich durchwulffen müssen.

Ich habe keine Lust von Studenten regiert zu werden, die mir erklären, dass sie neben ihrem Studium die Regierungsarbeit ganz locker hinbekommen. Oder wahlweise die Vollzeitstelle eines Pressesprechers. Ich kenne das von diesem Guttenberg.

Ich möchte keine Parteien, deren handelndes Personal ein BGE benötigt um nicht zu verhungern.

Vor allem aber möchte ich keine Partei, deren Personal faktisch aus Menschen besteht, die es sich leisten können müssen, Politik zu betreiben. Dabei geht es nicht nur um Geld. Es geht auch um Zeit.

Die Piratenpartei arbeitet mit ihrer momentanen Struktur daran, dass jeder normal arbeitende Mensch absolut gar keine Chance hat, am politischen Willensbildungsprozess teilzuhaben, denn der Aufwand, den politischen Prozess zu verfolgen, wächst ins Enorme. Die Teilhabe daran wird nahezu unmöglich, wenn Menschen nicht mehr nur arbeiten, sondern auch noch eine Familie haben oder gar Freizeit haben möchten.

Hier findet eine aktive Diskriminierung statt, durch die Piratenpartei. Und das ist ein Problem, dessen Oberfläche an solchen Ausschreibungen leider immer nur ganz kurz sichtbar wird.

Aber hey: Ihr seid alle toll. Ihr wisst alles besser. Ihr macht alles besser. Niemand sonst hat eine Ahnung von der Welt. Ihr seid nicht wählbar.

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Danke.

Europa leben

Am Freitag war ich bei der Böll-Stiftung. Es war alles sehr kurzfristig und natürlich war ich mal wieder zu spät. Die Studie, die vor Ort vorgestellte wurde, hatte ich natürlich auch nicht gelesen. Aber das könnt ihr ja auch selbst machen.

Es ging um Europa. Ein Thema, das bei der Piratenpartei zwar gerne mal mit einem “Pro” in Abstimmungen auf Bundesparteitagen bedacht wird, das in der Folge dann aber auch seitens des BuVos nur durch “Contra” in der Öffentlichkeit besprochen wird, was ein diffuses Bild hinterlässt. In diesem Sinne war auch die Atmosphäre der Veranstaltung sehr angenehm. Es gab die grundlegende Einigkeit darin, dass Europa das ist, was man will. Es ging also nur noch um die Ausgestaltung dessen, auf Basis der Gegebenheiten. Es ging nicht um Rückschritte.

Dadurch stieß ich gleich am Anfang allerdings auch auf Aspekte, die ich noch gar nicht beackert hatte, was den Einstieg etwas schwierig gestaltete. Z.B. war mir nicht bekannt, was man auf Basis einer europäischen Betrachtung für Kritik am Bundesverfassungsgericht üben kann und welche Schwierigkeiten dieses im Gesamtwerk hervorrufen kann. Sicher auch kein Thema, welchem ich mich komplett verpflichtet fühle.

Und so waren es dann doch wieder die bekannteren Aspekte der Diskussion. So etwas wie die Schaffung einer europäischen Öffentlichkeit, deren Fehlen mir gerade in der Finanzkrise sehr auffällt. Einhergehend mit einem europäischen Medium, dass zwar in nationalen Sprachen publiziert, dabei aber den gnadenlos europäischen Blick forciert. Also endlich ein Gegenwicht zu den dem Blick der nationalen Medien auf Europa, der meist im Fazit eines “gut für uns” oder “schlecht für uns” endet.

Dabei konnte man lernen, dass diese Europäisierung der Medien auch an ganz anderer Stelle beginnen muss. Z.B. in einer Partei selbst, die aktiv darauf hin wirken muss, das, was in Europa passiert, auch in sich selbst zu beackern. Der Wahlkampf mit nationalen Themen zur Wahl des Europaparlaments ist hier nur der Ausdruck des Fehlverhaltens. Die Parteien arbeiten vielfach an ihren europäischen Pendants aneinander vorbei.

Etwas zu kurz gekommen ist mir der Gedanke, dass wir bei einer zunehmenden Europäisierung Europas die Kommunen, also die regionalen Entscheidungsträger, wieder stärken könnten um Legitimation zu schaffen. Oder auch die Feststellung, dass es keine gesamteuropäische Harmonisierung von Prozessen geben kann, da wir in einem Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten leben, was zu mehr Koordinationslogik und zu weniger Integrationslogik führt, wenn man dem denn gerecht werden wollte.

Grundlegend, und da herrschte auch Einigkeit, ist es unabdingbar das europäische Wahlrecht zu vereinheitlichen. Hierzu befindet man sich momentan im dritten Anlauf, es scheint also nicht so einfach. Spannend fand ich es, dann über vermeintliche Banalitäten zu hören. So scheiterte der 1. Anlauf u.a. daran, dass die dazugehörigen Ausarbeitung die dreifache Menge dessen betrug, was der europäische Übersetzungsdienst bereit ist zu übersetzen. Eine weitere, vermeintliche Banalität ist, dass nun im dritten Anlauf der Wahltermin nicht mehr im Juni sein soll, da nach der Wahl erst mal Sommerpause ist und sich das Parlament dann im September konstituiert, wenn der Rat seinen Vorsitzenden bereits bestimmte. Was einen Einfluss des Parlaments, darauf, nahezu unmöglich macht.

Diese zwei Punkte sind so interessant, weil sie sehr gut darstellen, mit welchen Formalien und Tricks sehr zeitintensiv die Arbeit behindert wird und werden kann. Die Prozesse sind entsprechend langwierig. Ob der fehlenden europäischen Öffentlichkeit, dauern Veränderungen definitiv länger als sie müssten. Und darin liegt dann wohl auch die deprimierendste Erkenntnis: Es gibt massig viel zu tun und die Rahmenbedingungen müssten für einen Verbund demokratischer Gesellschaften wesentlich besser sein.

Es läuft auf eine Veränderung der Struktur Europas hinaus.

P.S.:
Ich habe nun ganz viel weggelassen, ich weiß. Wer am Thema interessiert ist, sollte sich die Studie durchlesen. Es gibt auch noch sechs weitere Studien dieser Art. Genug Stoff, um richtig tief einzusteigen.

Der Punkt ist, wir müssen uns nicht um alles kümmern, aber in einem pro-europäischem Sinne um das Thema. Die Böll-Stiftung ist diesbezüglich bisher thematisch am weitesten und ich werde mir den Input wohl auch nicht zum letzten Mal gegönnt haben. Vielen Dank dafür.

Piraten-Stiftung

Ich bin unzufrieden.

Die Zeitgeistigkeit einer Mailingliste kostet Zeit und bringt vom Effekt her wenig. Es ist mehr ein Instrument der Mobilisierung.

Liquid Feedback hingegen lässt vor allem den wissenschaftlichen Ansatz unter den Tisch fallen. Sprich die Dinge werden zerpflückt und neu zusammengesetzt. Das mag kurzweilig ganz lustig sein, aber es fördert nicht die Debatte in dem Sinne, dass Dinge Sachbezogen umgesetzt werden können. Auch fehlt an dieser Stelle erneut die Akzentsetzung, derer es bedürfte um Themen auch langfristig zu betreuen.

Die PADs hingegen ermöglichen zwar ein spontanes Arbeiten, doch bleibt es meist auch dabei und so ein Wiki ist schlussendlich immer mehr eine Sammlung und weniger eine Arbeit.

Für sich gesehen ist jedes einzelne Tool “nett”. Für längeres und aufbauendes Arbeiten ist jedoch keines geeignet. Zumal eine Akzentuierung fehlt, die Debatten anstößt. Es ist ein wenig zu viel Glück, was am Ende dabei herauskommt, sprich ob die Arbeit sich gelohnt hat.

Vor allem aber hat man gerade in den letzten Monaten den Eindruck, dass die Themenvorgabe von außen zu sehr auf die Themenwahl nach innen wirkt. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr “Wünsche” des BuVos an die Basis erwartet. Soll heißen, ein guter BuVo unterstützt die Entwicklung der ureigenen Themen der Partei und lässt sich selbst nicht einfach nur treiben. Da kann auch einfach mal eine Brandschrift kommen. Ja, so etwas geht. Nicht nur die Basis sollte gegenüber einem BuVo kritisch sein. Demokratie ist, wenn auch das Gegenteil passiert.

Es stellt sich schon jetzt die alt bekannte Frage, wie eine Partei ihre Themen nicht nur entwickeln sondern auch wissenschaftlich unterlegen kann. Wie eine Partei Debatten in der Gesellschaft anstoßen kann und jene fördert, die in diesen Gebieten forschen oder sich hinein entwickeln. Anfänglich vielleicht auch einfach nur zusammenführt, was viele Einzelpersonen im Kleinen vor sich hin werkeln.

Ich sehe diesbezüglich nur eine Stiftung als dauerhafte Lösung.

Failt die Segel

Man (!) kennt das ja. Der Wecker klingelt, wird drei- oder viermal totgeschlagen und dann ist es doch unausweichlich. Mit leicht geöffneten Lidern wandern die Augen zum Smartphone und diesem Twitter. Das ist der Moment des leichten Zitterns, denn tief in unserem inneren Wissen wir: Einer von der Fraktion der dummen Piraten (das sind die 99 %), hat wieder was gesagt.

Ich muss das nicht gendern, Frauen sind bei den Piraten bekanntlich nur für Tierschutz zuständig.

Jedenfalls: #Kevingate

Kevin Barth ist ein Anhänger des BaWüismus. Also einer dieser Baden-Württemberger, die einem von nah wie fern sehr eigenartig vorkommen. Das scheint mir ein kulturelles Erbe zu sein, denn auch schon die Grünen aus BaWü sind sehr komisch, und konservativer als der Mappus erlaubt. Aber, ich wollte ja nicht mehr BaWüistisch sein. Das ist nämlich böse.

Am 5. Februar 2012 gründete sich in Heidenheim der Kreisverband Heidenheim. Von 17 anwesenden Personen hießen sieben Barth mit Nachnamen und wählten einen aus ihren Reihen zum Vorstand. Kevin!

Der kleine Kevin war es, der dieses Mal den Mund aufgemacht hat: „ok, ich bin also antisemitisch weil ich die israelische kackpolitik und den juden an sich unsympathisch finde weil er einen sinnlosen krieg führt“

Alter Schwede, wenn Doro Bär das lesen müsste, würde sie ob dieser Interpunktion und weiterer Schwächen aus der Haut fahren.

Die Piraten jedoch kümmert das nicht weiter, die hacken auf dem armen Kevin rum, weil er ein Antisemit sei. Also seine Aussage und dadurch er.

Es ist nicht überliefert, ob Marina Weisband deswegen ihren Kreislaufkollaps hatte, der gestern durch meine Timeline waberte und nun nicht mehr auffindbar ist. Ungeachtet dessen forderte sie vom armen kleinen Kevin jedoch gleich den Rücktritt und war am Kotzen äh Brechen. Was irgendwie weniger kommunikationsaffin war, als noch zu vor bei Jauch gefordert. War halt nicht Fernsehen, da kann man ruhig mal … ach Marina <3 ich verstehe das schon.

Bevor ich es vergesse, dieser Kevin, der ist mittlerweile zurückgetreten. Noch bevor er sich seinen Worten im Dicken Engel stellte. Aber er kam trotzdem!

Von einer ebensolchen Kritiklosigkeit befallen, wie die Piraten gegenüber Marina Weisband, ist der BuVo Matthias Schrade gegenüber dem armen Kevin. So äußerte er sich dahin gehend, dass es doch offensichtlich sei, dass dieser kein Antisemit sei.

Wir müssen den Schrade (Deckname: Kungler) an dieser Stelle aber nicht falsch verstehen. Twitter überliefert, dass er gerne auch mal in Heidenheim ist. Da entwickelt man ein Verständnis für Land und Leute. Die Vorwürfe jedenfalls, so scheint Schrade überzeugt, hätten so einen Bart.

Noch viel mehr überzeugt ist die unabhängige Wählerin des Barths und vom Kevinismus befallene Mutter des noch nicht Angeklagten. In einer Brandrede­ geißelte sie die hier stattfindende Hexenjagd auf ihren Sohn.

Guten Morgen Deutschland!

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