Jun 27, 2011
Gepostet am Jun 27, 2011 | 5 Kommentare
Gna!
Ich wache jeden Morgen auf und denke bei mir, dass heute nicht bekloppter werden kann als gestern. Doch, es geht.
Unsere heutigen Protagonisten:
Frankreich. Der Staat. Und die französischen Banken.
Die armen französischen Banken haben griechische Staatsanleihen. Und sie wollen ihr Geld. Sarkozy, ganz Staatsmann, wie er ist, bietet eine Lösung:
a) Die Banken lassen sich ihre Anleihen bei Fälligkeit auszahlen.
b) 50% der dann erhaltenen Summe (exklusive der Zinszahlungen) reinvestieren die Banken abermals in griechische Staatsanleihen. Sie reinvestieren also 50% weniger als zuvor.
c) Weitere 20% (dann insgesamt 70%) sollen zur Absicherung in einen Fonds gezahlt werden, der ausschließlich in hochrangige Anleihen investiert.
d) Die neu gezeichneten Anleihen haben eine Laufzeit von 30 Jahren.
e) Der Zinssatz beträgt 6% sowie eine noch nicht bestimmte Bonuszahlung, sofern Griechenland stark wachsen solle.
Ich finde dafür keine netten Worte.
Der kritische Zinssatz von Griechenland lag Anfang 2011 bei 4,7%. Der kritische Zinssatz liegt, von der Herleitung, bei „30% der Steuereinnahmen für Zinszahlungen“.
Im Fazit heißt das: Die Rettungsmaßnahme plättet Griechenland regelrecht und zwar auf 30 Jahre. Und erst am Ende der 30 Jahre werden die Banken ihre Zinsen einfordern. Dann kumuliert und als Batzen. Bis dahin werden sie vermutlich einfach nicht eingerechnet und alles sieht besser, aber sicher nicht gut aus.
Soll es jedenfalls. Nur wer glaubt allen Ernstes, dass ein Kapitalmarkt solche Spielereien nicht erkennt und mit einberechnet?
Das ist Realitätsverweigerung.
Gna!
Ich wache jeden Morgen auf und denke bei mir, dass heute nicht bekloppter werden kann als gestern. Doch, es geht.
Unsere heutigen Protagonisten:
Frankreich. Der Staat. Und die französischen Banken.
Die armen französischen Banken haben griechische Staatsanleihen. Und sie wollen ihr Geld. Sarkozy, ganz Staatsmann, wie er ist, bietet eine Lösung:
a) Die Banken lassen sich ihre Anleihen bei Fälligkeit auszahlen.
b) 50% der dann erhaltenen Summe (exklusive der Zinszahlungen) reinvestieren die Banken abermals in griechische Staatsanleihen. Sie reinvestieren also 50% weniger als zuvor.
c) Weitere 20% (dann insgesamt 70%) sollen zur Absicherung in einen Fonds gezahlt werden, der ausschließlich in hochrangige Anleihen investiert.
d) Die neu gezeichneten Anleihen haben eine Laufzeit von 30 Jahren.
e) Der Zinssatz beträgt 6% sowie eine noch nicht bestimmte Bonuszahlung, sofern Griechenland stark wachsen solle.
Ich finde dafür keine netten Worte.
Der kritische Zinssatz von Griechenland lag Anfang 2011 bei 4,7%. Der kritische Zinssatz liegt, von der Herleitung, bei „30% der Steuereinnahmen für Zinszahlungen“.
Im Fazit heißt das: Die Rettungsmaßnahme plättet Griechenland regelrecht und zwar auf 30 Jahre. Und erst am Ende der 30 Jahre werden die Banken ihre Zinsen einfordern. Dann kumuliert und als Batzen. Bis dahin werden sie vermutlich einfach nicht eingerechnet und alles sieht besser, aber sicher nicht gut aus.
Soll es jedenfalls. Nur wer glaubt allen Ernstes, dass ein Kapitalmarkt solche Spielereien nicht erkennt und mit einberechnet?
Das ist Realitätsverweigerung.
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Gesehen, dass der Zins variabel ist? 5,5% + BIP Wachtum. (ein Minus bei sinkendem BIP gibt’s natürlihch nicht …)
Hab’s in meinem Artikel ergänzt. Das Angebot grenzt an eine Frechheit …
http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2011/06/geruchte-deutsche-banken-unterstutzen.html
ESFSMSFS macht sinn. hatte bisher nur AAA als aussage. ich versteh den deal dann nur immer noch nicht, da die banken das zeugs doch eh kaufen.^^
Das ist doch der Deal … Etwas anbieten, was man eh macht … (Auf Deutsch: Vera*****e)
das ist aber so dermaßen durchsichtig… also ich halte von politikern wirklich nicht viel. aber so bescheuert sind selbst die kaum. der grund für die spielchen ist mE, dass es rechtlich eigentlich keine handhabe für einen haircut gibt und deswegen wird irgendwie verhandelt.
vielleicht ist es auch konsequent, dass sarkozy vorprescht und für seine bankenlandschaft da angenehme fakten schafft.. denn schlussendlich geht es hier auch um standortvorteile und wettbewerb innerhalb des bankenwesens. und spätestens dem wird sich die deutsche politik dann auch beugen.
was im fazit heißt, dass merkel tatsächlich eine sehr schlechte kanzlerin ist… nicht zuletzt, weil genau das von sarkozy zu erwarten war.
Ich glaube, deine Interpretation ist falsch. Das Angebot heisst: 50% in neue Griechenbonds + 20% in neue ESFSMSFS
Anleihen, also irgendwas mit AAA, wovon die Politiker was haben. Nur 30% behalten die Banken.
Trotzdem teile ich deine Kritik, dass das zum Teil Augenwischerei ist, dass man den Verlust (= die Beteiligung nicht vom Nennwert aus, sondern vom Marktwert aus berechnen muss und die Beteiligung dann viel geringer ist) und am wichtigsten, dass der Zins natürlich zu hoch ist, um Griechenland eine Chance zu geben.